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Du kannst dich an der Ecke auslassen – in Worten

Für den Inhalt des nachfolgenden Beitrags sind allein die Blogführer mit beschränkter Haltung verantwortlich. Diese sind nicht zur Erstellung und Veröffentlichung von Schriftgut verpflichtet, tun’s aber trotzdem.

Liebes Tagebuch,

du wirst nicht glauben, was passiert ist! Am Samstag schien pausenlos die Sonne. Man spazierte durch die Stadt und wusste nicht genau, ob es die Endorphine oder doch nur die Sonnenstrahlen waren, die unsere Haut zum Glühen brachten. Doch das Glückshormon konnte unseren Schweißgeruch nicht lange ertragen und bettelte schnell um Ablöse. Folgende Situation, die sich beim Fischfrikadellenessen an den Landungsbrücken ergab, führte dazu, dass sich sein Wunsch erfüllte:

Protagonisten:
Mann (Musicalmitarbeiter, ca. 27 Jahre)
Frau (das Blind-Date, ca. 24 Jahre)

Gespräch über die Arbeit beim Musical, O-Ton
Mann: “Bei Musical XYZ sind sehr viele Rollen mit Kindern besetzt”
Frau: “Habt Ihr da nicht ständig Probleme mit der Besetzung, weil die so schnell wachsen?”
Mann: “Das stimmt, aber das fangen wir ab, indem wir welche aus Afrika importieren.”
Frau: “Ist doch toll, dann haben die wenigstens ‘nen Job!”

Das is’ doch prima! Der gemeine Europäer ist ja auch der Meinung, es handle sich um Hilfe, wenn der kleine dunkelhäutige Junge aus den Slums Afrikas für 50 Cent die Stunde den Wasserstand der Neiße mit einem Strohhalm zu senken versucht. Hier haste 5 Euro und ‘nen Lolli, was sind wir doch für ein gutherziges Volk!

Die Wut dauerte genau 20 Minuten an, solange nämlich bis wir die Ottenser Hauptstraße erreichten und wieder ordentlich konsumieren konnten, wobei wir auch schleunigst vergaßen, dass der kleine Junge womöglich noch 5 Monate später am gleichen Lolli lutscht. Anschließend schmissen wir zu Hause unser blutiges Straussen- und Känguru-Filet auf den Grill. Nicht jedoch ohne vorab die Hälfte des Einkaufs in die Mülltonne  hinter’m Haus zu werfen – bevor der Supermarkt es tut, tun wir’s lieber selbst!

Jetzt zu etwas Schönem, das trotz einbrechender Dunkelheit, Sonne in unser Herz brachte. Niels Frevert, seines Zeichens Supertyp oder der Typ, der nie übt, sorgte, allein mit Gitarre bewaffnet, für emotionale Momente. Wollte man vorher nicht wahrhaben, dass man ein Mensch mit derartigen Gefühlen ist, schloss man nun die Augen, spürte die Stadt, die einem zu Füßen lag und fühlte sich für einen kleinen Moment allschaffend. Nur einen kurzen Moment später öffnet man die Augen und erblickt DAS Antlitz, das all die positiven Schwingungen mit einem Schlag zunichte macht. Der personifizierte Hass kam im maßgeschneiderten Herrenanzug. Selbst hier war also ein positives Ende nicht möglich, wir sind nun mal, wie wir sind – widerborstige, lebensmüde Pessimisten, deren absolutes Highlight es gewesen wäre, zum Abschluss des Tages einen Flashmob “Spring vom Bunker” zu veranstalten. Wir beschlossen jedoch die Aktion zu vertagen, da wir am Donnerstag noch Fettes Brot sehen wollen, stolperten aber just in diesem Moment über die Krawatte des Hasses und landeten schlussendlich glücklicherweise im TopSpin auf’m Dom  – von einem Extrem ins andere!

… Fortsetzung folgt …

P.S. Wer errät, wer der Hass ist, bekommt ‘nen Kuss von Björn!

Von Handicaps und Sommerlöchern in Bildern

Falsche Entscheidung

UPDATE: Die Single “Falsche Entscheidung” ist ab heute in jedem Downloadstore erhältlich. Als B-Seiten gibt es den Song “Kontrolle” in zwei aufpolierten Versionen: der “Great Paulukka Remix” klopft noch heute an deine Tür und lädt zum Tanzen ein, während das “Botaniks Remake” seinem Namen entsprechend mit Gewächshaus-Hall und GänseBlümchen-Qietsch daherkommt. Bitte hier downloaden:

iTunes
Amazon
Musicload

Hamburg, 2000und. Man spaziert an einem sonnigen Sonntagmachmittag um die Binnenalster und erntet auch nach der 3. Operation noch immer Spott und Hohn für seine von der Mehrheit für nicht alltagstauglich befundene Nase, auf Schulhöfen sammeln sich Elèven im Dunst der Raucherecke als Strafe für den fehlenden iPod, im Betrieb deiner Mutter werden Kollegen ausgegrenzt, weil sie trotz der bereits halb auskurierten Lungenentzündung noch immer nicht auf Arbeit erscheinen und an Universitäten werden Parolen laut: “Free your ass – no Arschgeweih” – wenn der Steiß unfree ist, schrumpft nicht nur des Studentens Intellekt, nein, er muss außerdem  in der Mensa an dem Tisch all derjenigen Platz nehmen, die DSDS scheiße finden und nicht wissen, wer Katja Saalfrank ist. Es ist ein Jammer!

Es klingt so schön wie märchenhaft auf die Tatsache zu scheißen, selbst nicht zu wissen, ob das im Spiegel ein schlechter Scherz in Form einer drapierten Streuselschnecke ist oder das Antlitz deiner selbst. But you’re not alone!  “Wenn nichts schön ist, bin ich auch nicht hässlich” (Sidos Vorbild), “Uncool ist das neue Cool” (The Doors Bum).

Ja, und ich hieße gern Rosetti, England wird Weltmeister und Fettes Brot pfeifen den Vuvuzela-Sound in Südafrika ab.

Fettes Brot – Falsche Entscheidung, VÖ 02.07.2010 (Download)


Hier und da ein Fußballsong

05.07. – Blur – Song 2
01.07. – Fettes Brot – Falsche Entscheidung
28.06. – Oasis – Stop crying your Heart out
26.06. – Dellé – Cry out WM 2010
26.06. – Shuttleworth feat. Mark E. Smith – England’s Heartbeat
24.06. – Queen – We are the Champions
22.06. – New Order – World in Motion

Paul … wer ist denn eigentlich Paul?

FINALE: Orange oder rote Socke? Niederlande oder Spanien? Abby sagt’s uns:

SPIEL UM PLATZ 3: Wir sind Kinder, wir machen allen Scheiß mit! Ein jeweils identisches Leckerli hinter dem Huhn, gehüllt in die uruguayische Flagge, und dem deutschen Zwölften-Mann-Teddy. Who wins?

DAS wollen wir heut’ nicht sehen!

Deutschland vs. Argentinien – wer gewinnt?

Köln vs. Fettes Brot

Es war der 12.06.2010 als die Elf der Gruppe Fettes Brot sich zum Finale in Köln traf. 15.000 Fans in der ausverkauften Lanxess Arena waren bereit, den Kampf gegen die haushohen Favoriten aus Hamburg aufzunehmen. Hier noch einmal der Live-Ticker zum Nachlesen:

20.00 Uhr: Das Publikum hat sich in der Arena zusammengefunden. Die Aufwärmphase beginnt: Der Trainerstab aus Stuttgart (Die Orsons) sorgt für gute Stimmung in der Mannschaft, motiviert und macht heiß auf die folgende Begegnung.

20.30 Uhr: Die Ruhe vor dem Sturm. Die weiß/orange/blaue Flagge wird in der Arena gehisst.

21.00 Uhr: Anstoß! Die Brote spielen von links nach rechts. Bereits in den ersten Minuten gelingt ihnen mit einem Auftakt aus Jazz, Soul und Funk fast der erste Treffer. Erst im Nachschuss gelingt “Emanuela”, der Nummer 3 aus Deutschland, das 1:0. Das Publikum ist über diesen sturmartigen Beginn überrascht.

21.15 Uhr: Die 15.000 Leute kommen in Fahrt: Erdbeben, Das allererste Mal oder Bettina – die Fans halten mit und ziehen schlussendlich an allen vorbei. Alte Hasen wie “Silberfische in meinem Bett” oder “Definition von fett” sorgen noch einmal für energischen Aufschwung. Ausgleich! 1:1.

21.30 Uhr: Brasilien, England, die USA oder Jamaika? Mit wem haben wir es heute zu tun? Fettes Brot können alles. Wir sehen ein wunderschönes Ballspiel, tolle Doppelpässe und atemberaubende Kombinationen. “The Grosser” “hulat” frei über die Tanzbahn, “Amsterdam” autotuned-souled sich bis in den Strafraum und “Was in der Zeitung steht” verwandelt das Ding  zum 2:1.

21.50 Uhr: Halbzeit! Die Teams gönnen sich zu “Ich lass dich nicht los” und “An Tagen wie diesen” eine Laufpause.

22.00 Uhr: Die Brote jetzt von rechts nach links. Der Sturm wirkt entscheidungsschwach, soll er passen, lässt er’s sein? Und dann ein Schuss aus 30 Metern Entfernung. “Jein” trifft! 3:1.

22.30 Uhr: Der Anschlusstreffer. Die Fans singen lautstark: “If you hear any noise, it’s just me and my boys”. Die Fans lassen “Herrenabend” mühelos stehen. 3:2.

22.35 Uhr: Die 15.000 drehen noch einmal richtig auf. Durch ein Foul von “Falsche Entscheidung” kommt es schließlich zum Elfmeter, den die Fans locker verwandeln. Oben rechts. 3:3.

22:40 Uhr: “Nordisch by Nature” versucht einen letzten Angriff. Alles tobt. Sogar der Oberrang springt. “Play that funky music white boy” -> Latte -> Abpfiff -> Verlängerung! Eine gigantische La Ola Welle zieht durch die Lanxess Arena.

22.50 Uhr: Die Brote wechseln aus. DJ exel. Pauly rückt in den Sturm, die restliche Mannschaft orientiert sich etwas defensiver. Doch was passiert jetzt? Die Arena verwandelt sich in eine Großraumdisko. Alle tanzen mit- und nicht gegeneinander. Es fallen keine Tore mehr. Endstand 3:3!

Es war eine tolle Begegnung! Wir danken beiden Teams und verleihen zum Abschluss noch folgende Preise: An Maeckes (die goldene Schnapsdrossel), an Roughe (den Rusty-Iron-Man), an die Brote (die Meisterschale für den besten Freestyle aka Non-Freestyle) und an Köln (den Arena Preis)

Tschüß,
Eure Fanreporter, Kea und Barin

P. S. Fotos von der Begegnung findet ihr unter diesem Artikel.

Die schönsten Fettes/Brot Tour-Fotos!

Fettes Brot in Berlin und Du bist dabei!

UPDATE: Die Sendung „neoMusic: Die Charts“ läuft am 6. Juni um 23.25 Uhr auf ZDF.neo

Nächste Woche Donnerstag, am 03. Juni 2010, sind die Brote in Berlin bei ZDF.neo zu Gast. Das neoMusic Team sucht nun Fans, die dabei sein möchten. Das Einzige, das ihr tun müsst, ist eine Mail mit dem Betreff “Fettes Brot Fans” an neomusic@riesenbuhei.de zu senden. Ihr kommt sodann auf die Gästeliste und erhaltet nähere Informationen per Mail. Wenn ihr also Bock habt, der Sendung beizuwohnen, nichts wie los!